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Mittwoch, 17. Juli 2024
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Über die Millenniumsentwicklungsziele


Die acht Millenniumsziele sind


1) Extreme Armut und Hunger bekämpfen

Situation: Etwa 1,2 Milliarden Menschen leben in extremer Armut. Zwei Drittel davon in Asien. Als absolut oder extrem arm gilt, wer weniger als 1 US-Dollar pro Tag zur Verfügung hat.

Teilziel 1: Bis 2015 soll der Anteil der Menschen, die über weniger als 1 US-Dollar pro Tag verfügen, halbiert werden.

Teilziel 2: Bis 2015 soll der Anteil der Menschen, die Hunger leiden, halbiert werden.

Bei beiden Teilzielen soll die Halbierung gegenüber dem Ausgangswert aus dem Jahr 1990 erreicht werden.


2) Grundschulbildung für alle Kinder

Situation: Etwa 113 Millionen Kinder besuchen gegenwärtig keine Schule.

Teilziel 3: Bis zum Jahr 2015 sicherstellen, dass Kinder überall in der Welt, Mädchen wie Jungen, eine Primärschulbildung vollständig abschließen können.


3) Gleichstellung und größerer Einfluss von Frauen

Situation: Mädchen und Frauen sind in den meisten Ländern nach wie vor benachteiligt. Zwei Drittel aller Analphabeten sind Frauen. Der Anteil von erwerbstätigen Frauen beträgt nur zwei Drittel des Anteils der erwerbstätigen Männer

Teilziel 4: Beseitigung der Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen auf der Primar- und Sekundarschulstufe möglichst bis 2005 und auf sämtlichen Bildungsebenen bis 2015.


4) Kindersterblichkeit senken

Situation: Fast 11 Millionen Kinder sterben jährlich vor ihrem fünften Geburtstag, die meisten an Krankheiten, die behandelbar wären. 1980 betrug diese Zahl noch 15 Millionen Kinder jährlich

Teilziel 5: Zwischen 1990 und 2015 Reduzierung der Sterblichkeitsraten der Kinder unter fünf Jahren um zwei Drittel.


5) Gesundheit der Mütter verbessern

Situation: In den Entwicklungsländern beträgt das Risiko 1:48, bei einer Geburt zu sterben. Die Wahrscheinlichkeit für eine Frau, während der Entbindung zu sterben, ist in einem afrikanischen Land südlich der Sahara 175 mal höher als in einem Industrieland. Praktisch alle Länder haben aber bereits Mutterschutz-Programme.

Teilziel 6: Zwischen 1990 und 2015 Reduzierung der Müttersterblichkeitsrate um drei Viertel.


6) AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen

Situation: Etwa 42 Millionen Menschen sind mit HIV infiziert, jährlich kommen fünf Millionen Neuinfektionen hinzu. Länder wie Brasilien, Senegal, Thailand und Uganda haben bewiesen, dass die Verbreitung von HIV eingedämmt werden kann.

Teilziel 7: Bis 2015 Beendigung der steigenden Tendenz von HIV/AIDS und beginnende Trendumkehr.

Teilziel 8: Bis 2015 Beendigung der steigenden Tendenz und beginnende Trendumkehr bei Malaria und anderen schweren Krankheiten.


7) Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten

Situation: Mehr als einer Milliarde Menschen fehlt der nachhaltige Zugang zu Trinkwasser und mehr als zwei Milliarden Menschen der Zugang zu sanitären Einrichtungen. In den 90er Jahren konnten bereits fast eine Milliarde Menschen mit Trinkwasser- und Sanitäreinrichtungen versorgt werden.

Teilziel 9: Einbeziehung der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in Länderpolitiken und -programmen und Herbeiführung einer Trendumkehr bei der Vernichtung von Umweltressourcen.

Teilziel 10: Bis 2015 Halbierung des Anteils der Menschen ohne dauerhaft gesicherten Zugang zu hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und sanitärer Basisversorgung.

Teilziel 11: Bis 2020 signifikante Verbesserung der Lebensbedingungen von mindestens 100 Millionen Slum-Bewohnern


8) Globale Partnerschaft für Entwicklung

Situation: Viele Entwicklungsländer geben mehr für ihren Schuldendienst aus als für ihre Sozialsysteme. Die USA und die EU haben zwar einseitig substanzielle Erhöhungen ihrer ODA-Leistungen auf der Konferenz "Financing for Development" in Monterrey/Mexiko im März 2002 angekündigt. Von den für die Erreichung der Millenniumsziele notwenigen zusätzlichen ODA-Leistungen, die die Weltbank auf 50 Mrd. US-Dollar jährlich schätzt, ist man jedoch noch weit entfernt. Internationale Handels- und Finanzsysteme, Institutionen und Verhandlungsprozesse sind immer noch häufig zuungunsten der Entwicklungsländer ausgelegt bzw. werden von den wirtschaftlich fortgeschrittenen Ländern dominiert.

Teilziel 12: Weitere Fortschritte bei der Entwicklung eines offenen, regelgestützten, berechenbaren und nicht diskriminierenden Handels- und Finanzsystems. Dazu gehört das Engagement für eine verantwortungsbewusste Regierungsführung, für die Entwicklung und für die Reduzierung der Armut - sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Teilzeil 13: Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder (LDC). Dazu gehören der zoll- und quotenfreie Marktzugang für die LDC-Exporte, verstärkte Schuldenerleichterungen im Rahmen der erweiterten HIPC-Initiative und Streichung bilateraler öffentlicher Schulden sowie großzügigere ODA-Leistungen für aktiv um Armutsminderung bemühte Länder

Teilziel 14: Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Binnenentwicklungs- und kleinen Insel-Entwicklungsländern (Barbados-Programm und 22. Sondertagung der VN-Generalversammlung).

Teilziel 15: Umfassende Lösungen der Schuldenprobleme der Entwicklungsländer durch nationale und internationale Maßnahmen im Hinblick auf eine langfristige tragbare Verschuldung.

Teilziel 16: Ausarbeitung und Umsetzung von Strategien zur Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätze für junge Menschen in Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern.

Teilziel 17: Gewährleistung des Zugangs zu besonders wichtigen Arzneimitteln zu erschwinglichen Preisen in Zusammenarbeit mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie.

Teilziel 18: Schaffung von Möglichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, damit die Entwicklungsländer in den Genuss der Vorteile neuer Technologien, insbesondere im Informations- und Kommunikationsbereich, kommen.





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